Castellum Aduatuca

Caesar erwähnt für das Jahr 54 v. Chr., dass die Eburonen unter der Herrschaft (sub imperio) von Ambiorix und Catuvolcus standen,[

Ambiorix war in der Zeit um 54/53 v. Chr. Doppelköng

Catuvolcus auch Cativolcus († 53 v. Chr.)

Auch deutet Caesar an, dass jeder für eine Hälfte der Eburonen König war

Die Verbreitung der dem Ambiorix zugeschriebenen Münzen deutet dessen Herrschaftsgebiet in der Gegend von Brüssel an; Catuvolcus‘ Herrschaftsgebiet könnte demnach im Bereich der Ardennen/Nordeifel zwischen Maas und Rhein gelegen haben

Die Eburonen (lat. Eburones) waren ein wahrscheinlich keltischer Volksstamm, der in den Jahren 53 und 51 v. Chr. weitgehend vernichtet wurde.

Das Verbreitungsgebiet eburonischer Münzen aus den Jahren 55/54 v. Chr. lässt die Annahme zu, dass das eburonische Gebiet bis in die Gegend von Brüssel reichte

Zusammen mit den Condrusern, Caerosern und Paemanen bildeten sie einen Stammesverbund, den Caesar als linksrheinische Germanen bezeichnet

Im Norden begrenzte das Stammesgebiet der Menapier das eburonische Gebiet

Strabon[8] teilte frühestens 7 v. Chr. mit, dass die Eburonen (ebenso wie die Menapier und Atrebaten) in einem vorwiegend von Wald bedeckten Gebiet leben. Dieser Wald namens „Arduenna“ messe insgesamt 4.000 Stadien (rd. 800 km)

Im Herbst 54 v. Chr. legte Caesar eine Legion und 5 Kohorten (= 15 Kohorten) unter dem Kommando der Legaten Quintus Titurius Sabinus und Lucius Aurunculeius Cotta in ihr Winterlager bei Atuatuca, dem befestigten Platz mitten im Gebiet der Eburonen.

In den Jahren 53 und 51 v. Chr. verwüstete Caesar in mehreren brutalen Rachefeldzügen das gesamte Gebiet der Eburonen,[20] das er darüber hinaus zur vollständigen Plünderung durch alle umliegenden Stämme freigab. Die Einwohner wurden niedergemetzelt, die Gehöfte eingeäschert, das Vieh weggetrieben. König Catuvolcus starb durch Suizid (53 v. Chr.), König Ambiorix konnte mit knapper Not über den Rhein zu den Germanen entkommen. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Archäologisch lässt sich für die Zeit um 50 v. Chr. in eburonischen Siedlungen tatsächlich oftmals ein Siedlungsabbruch erkennen

Nach der Zerschlagung des eburonischen Stammesverbandes durch die Römer ließen sich in deren östlichem Siedlungsgebiet die Ubier und im westlichen Gebiet die Tungerer nieder, die der Stadt Tongern ihren Namen gaben. Der Stamm scheint jedoch von Caesar nicht vollständig vernichtet worden zu sein. Strabon kennt die Eburonen in seiner Geographia, die frühestens 7 v. Chr. niedergeschrieben wurde, als einen befriedeten und unterworfenen Stamm, ohne von seiner Vernichtung zu wisse

Mariaweiler ggf. Ubische Münzen gefunden

Eburonen

Tauchen zuletzt in als Eburonen bei Strabo bewohner des Ardennenwaldes während der Zeit des Kaiser Augustus (27 v.–14 n. Chr.) auf.

Tongern

15 v. Chr. gründung von Atuatuca Tungorum und wurde von den Tungerern bewohnt (Tacitus, Germania 2). Tungerer könnten Nachkommen der Atuatucer sein.

Cäsar: Eburonen waren Nachbern der Atuatucer, der Nervier und der Treverer

Stämme

Keltischische Zeit

  • Eburonen –> Germani Cisrhenani (werden als Germanen bezeichnet, sind aber sprachlich sicher Kelten gewesen)
  • Atuatucer –> Belgae (angeblich keltisierte Germanen), ggf. Nachfahre der Kimbern und Teutonen
  • Nervier
  • Trever
  • Caeroesi
  • Paemani
  • Condrusi
  • Segni
  • Ubii (Rechtsreinische Vorfahren der Ubier)

Römische Zeit

Tungerer (kamen wohl Ursprünglich vom Niederrhein) civitas Tungorum in Germania inferior

Baetasier (eventuell Reste der Eburones am Niederrhein Mönchengladbach, Tönisforst?)

Ubier (Civitas Ubii in Germania inferior)

Sunuker –> ggf. Parallel mit Tungerer und Ubier

Usipeter (rechte Rheinseite)